Klaus Koppe
  Wiss.Z.TUD_1989_H3
 

Klaus Koppe

Das Heizkraftwerk (HKW) der Technischen Universität Dresden als Lehr- und Forschungsobjekt

 

Die Verknüpfung von Lehre und Forschung ist für eine solide Ausbildung unerläßlich.

Die Anlagen des Heizkraftwerkes der TU Dresden wurden und werden neben den betrieblichen Aufgaben auch hierfür genutzt. In diesem Beitrag wird die Betriebsweise beschrieben und alle seit Inbetriebnahme1905 im Werk durchgeführten wesentlichen Lehr- und Forschungsarbeiten zusammenfassend dargestellt.

 

1. Einleitung

 

Als „Fernheiz- und Elektrizitätswerk“ 1905 gemeinsam mit den Neubauten der Mechanischen Abteilung der Königlich Sächsischen Technischen Hochschule in Betrieb genommen (Bild 1), hat diese Einrichtung eine wechselvolle Geschichte hinter sich. So wurden die Anlagen schon immer neben den betrieblichen Aufgaben der Wärme- (bis heute) und Stromerzeugung (bis 1967) auch als Lehr- und Forschungsobjekt genutzt.

 

Von Beginn an war zu erwarten, „dass sich die Betriebsführung in strenger Regelung so ausgestalten lassen werde, dass den Studierenden in der Beobachtung der Betriebsvorgänge bei ihrem täglichen Verkehr auf dem Laboratoriumsgelände ein vorzügliches Anschauungs- und Lehrmittel geboten werden könne“ [9].

 

 

2. Aufbau und gegenwärtige Betriebsweise

 

Für die Dampferzeugung stehen 2 Kessel (Bild 2 und 3) zur Verfügung. Beides sind Wasserrohrkessel mit Wanderrostfeuerung und Braunkohlenbriketts als Brennstoff. Die technischen Parameter sind der Tabelle 1 zu entnehmen.

 

Das erforderliche Zusatzwasser wird dem Brauchwassernetz der Stadt entnommen und über eine Vollentsalzungsanlage (Leistung 2,5 m3/h) aufbereitet. Dieses und das zurückgewonnene Kondensat wird dann thermisch entgast und über einen Speisewassersammelbehälter (Fassungsvermögen 30 m3) mittels Speisevorrichtungen (mehrstufige Kreiselpumpen) den Dampferzeugern zugeführt.

 

Der erzeugte Dampf gelangt über den Hauptverteiler (2,2 MPa) direkt oder über jeweils eine Heißdampfreduzier- und Kühlstation (0,8 bzw. 0,17 MPa) zu den Verbrauchern.
 


Tabelle 1. Parameter der installierten Dampferzeuger

 

La-Mont-Kessel

Sektional-Teilkammerkessel

System

-

Zwangsumlauf

Naturumlauf

Nenndampfmenge

t/h

10 (13,5)

12,5

Betriebsdruck

MPa

2,2

2,2

Heißdampftemperatur

°C

max. 400

max. 400

Rostfläche

m2

9,06

11,06

Heizfläche

Überhitzer

m2

108

162

Speisewasservorwärmer

m2

233

324

Verdampfer

m2

188

279


Die Beseitigung der bei der Verbrennung anfallenden Asche erfolgt durch eine pneumatische
Saugluftentaschungsanlage [14] mit Sammelbehälter. Der notwendige Unterdruck wird durch Dampfstrahler bzw. durch ein Kreiskolbengebläse erzeugt.

 

Die Rauchgase strömen über einen Vielzellen- (La-Mont-Kessel) bzw. Zyklonentstauber (Sektional-Kessel) und Saugzug in den Schornstein.

 

 

Bild 1. Fernheiz- und Elektrizitätswerk, Ansicht, etwa 1920

 

Die Brennstoffe werden mit einem Senkrecht-Becherförderer (Leistung 10 t/h) aus dem Tiefbunker mittels Zuteiler ca. 20 m hoch gefördert und über eine Reversierbandanlage in die Hochbunker der Dampferzeuger gekippt.

 

Die historische Entwicklung und die genaue Betriebsweise des HKW sind in [7, 9, 13, 17, 36] näher beschrieben.

 

Bild 4 zeigt das vereinfachte Wärmeschaltbild und Bild 5 einen Querschnitt des Kesselhauses mit einem Teil der Nebenanlagen.

 

Es herrscht intermittierender Betrieb entsprechend dem Wärmelastgrad.

 

 

Bild 2. Zwangsumlauf-Kessel, Bauart La-Mont (Kessel 1)


 

Bild 3. Sektional-Teilkammerkessel (Kessel 3)

 

 

3. Lehre

 

„Um die Ausnutzung des Werkes … für Unterrichtszwecke sicher zu stellen, wurde die Betriebsoberleitung … Professor Kübler (1873 – 1910) übertragen und diesem zugleich die Aufgabe gestellt, bei der Errichtung der ganzen Anlage der Bauleitung gegenüber die Interessen des Unterrichts zu vertreten“ [9]. Mit dem Aufbau der Kesselanlage, der Turbinen und Hilfseinrichtungen erfolgte sofort eine Instrumentierung, die sowohl für den Betrieb unerlässlich war, als auch für Lehrzwecke Verwendung fand. Es lässt sich heute nicht mehr sicher feststellen, in welcher Weise die Anlagen bis 1945 für die Ausbildung der Studenten genutzt wurden. Aus den vorhandenen betrieblichen Unterlagen von Professor Binder (1881 – 1958), mit der Oberleitung des HKW für den elektrotechnischen Teil beauftragt, geht hervor, dass nur selten Studenten ins Werk geführt wurden, um Einrichtungen und Betrieb kennenzulernen oder Praktikumsversuche durchzuführen.


 Mit der Berufung von Professor Boie (1901 – 1978), der übrigens für den gesamten „Dampfteil“ verantwortliche Leiter des HKW, im Jahre 1950 zum Direktor des Instituts für Wärmetechnik und Wärmewirtschaft [6, 20] und der auf seine Initiative hin erfolgten Übernahme des HKW im Jahre 1961 wurden die Einrichtungen zunehmend für Lehre und Forschung genutzt. Studienarbeiten konnten nunmehr an eigenen großtechnischen Anlagen durchgeführt werden. Zu eigentlichen Praktika im Werk kam es jedoch nicht.

 

 

Bild 4. Vereinfachtes Wärmeschaltbild

1 Vollentsalzungsanlage  2 Deionatspeicher  3 Deionatpumpe  4 Speisewassersammelbehälter 

5 Kondensatpumpen  6 Speisevorrichtungen 7 Zwangsumlauf-Kessel  8 Sektional-Teilkammerkessel 

9 Umwälzpumpen  10 Hauptverteiler  11/12 Heißdampfreduzier- und Kühlstation 13 Dampfstrahler für Saugluftentaschung  14/15/16 Verbraucher  17 Kondensatsammelbehälter


 

Bild 5. Längsschnitt des Kesselhauses mit einem Teil der Nebenanlagen

1 Bekohlungsanlage 1.1 Tiefbunker   1.2 Zuteiler   1.3 Becherkettenförderer   1.4 Reversierbandanlage   
1.5 Hochbunker   2 Kesselhaus 3 Dampferzeuger   4 Entaschung   5 Rauchgaskanal   6 Entstaubungsanlage   
7 Schornstein

 

 

Erst in den 70er Jahren wurde der Versuch unternommen, ausgehend vom Wissenschaftsbereich Energiesystem- und Kraftwerkstechnik der Sektion Energieumwandlung ein sogenanntes Kraftwerkstechnisches Praktikum [19, 28] durchzuführen. Konzipiert waren Versuche am zwischenzeitlich demontierten 5 t/h-Salzkohlekessel (Stoffmengen, Rauchgastemperaturen und –zusammensetzung, Dampftemperaturen und –drücke, Belastung, Wirkungsgrade, Brennstoff- und Ascheanalysen u. a.), am nunmehr ebenfalls demontierten Elektrofilter (Abscheidegrad, Lastcharakteristiken u. a.), am Ventilatorkühlturm (Belastung, Energieverbrauch u. a.), an der Vollentsalzungsanlage (Wasseranalyse, Wirkungsweise, Leistung u. a.) sowie an der Kondensationsturbine (An- und Abfahrvorgang, Laständerung, Wirkungsgrad, Synchronisation). Das Praktikum sollte den Studenten das Verhalten der einzelnen Anlagenteile und ihr Zusammenwirken im Gesamtsystem des Heizkraftwerkes demonstrieren und von ihnen selbständige Entscheidungen verlangen.

 

Umfangreiche Maßnahmen der Instandhaltung, Wartung und Bedienung bei gleichzeitiger Wärmeversorgung erschwerten jedoch die planmäßige Durchführung des Praktikums.

 

Lehrveranstaltungen an der Kondensationsturbine in den Studienjahren 1972/73 bis 1974/75 bestätigten die Richtigkeit einen solchen Praktikums. Es diente dem Kennenlernen der Funktions- und Arbeitsweise ebenso, wie dem Vertrautmachen mit der entsprechenden Messtechnik. Anhand gemessener Werte war u. a. die Leistung des Kondensators zu beurteilen und anzugeben, wie diese verbessert werden kann. Hierzu waren die üblichen Kennwerte (wie Grädigkeit, thermischer Austauschgrad, Kühlflächenbelastung usw.) zu berechnen. Der Anfahrvorgang und die Synchronisation an das Netz wurden vorgeführt.

 

Mit Inbetriebnahme des ersten Ausbildungskernreaktors im Hochschulwesen der DDR [1, 17] am Standort der ehemaligen Gegendruckturbine in der Maschinenhalle im Jahre 1978 konnte eine praxisnahe Ausbildungseinrichtung geschaffen werden, deren Nutzer nicht nur Studenten der TU Dresden, sondern auch Angehörige anderer Hochschulen des Territoriums  und weiterer Einrichtungen sind.

 

Im Rahmen der Lehrveranstaltung Maschinenuntersuchungen wird schon seit Jahren als Teil des Anlagensystems Dampferzeuger und –verbraucher eine Kleindampfturbine (32 kW; 3.000 min-1) im Mollier-Bau (Wissenschaftsbereich Mess- und Automatisierungstechnik) von Studenten untersucht. Die Zuführung des für den Betrieb erforderlichen Dampfes erfolgt vom HKW (Bild 6).

 

 

Bild 6. Extern betriebene Versuchanlagen, Stand 1988

 

 

4. Forschung

 

Die Verknüpfung von Lehre und Forschung ist für eine solide Ausbildung unerlässlich.

 

Bereits mit der Inbetriebnahme des Heizkraftwerkes im Jahre 1905 wurde die heute selbstverständliche Wärme-Kraft-Kopplung angewandt. Das war damals beispielgebend für alle Heizkraftwerke Europas [7, 17].

 

Die unterschiedliche Bauart der installierten Kessel und Turbinen, ihre verschiedene Wirkungsweise, die vielfältigen Nebenanlagen, wie Wasseraufbereitung, Bekohlungs- und Entaschungsanlagen, Kühlturm sowie Ruths-Speicher sind für Forschungsvorhaben in einem hochschuleigenen HKW geradezu prädestiniert. Die erste heute bekannte Forschung im Werk war der Problematik der Abfallwärmenutzung gewidmet. Das Kühlwasser der Kondensatoren wurde durch ein Rohrsystem gedrückt, das im Boden unter den zu beheizenden Pflanzen einer Gärtnerei untergebracht war [36].

 

Weitere Forschungen bis zu Beginn des zweiten Weltkrieges, die sicher durchgeführt wurden, sind heute nicht mehr nachweisbar. Auch nach der Zerstörung (30 %) des Werkes durch anglo-amerikanische Bomber 1945 und dem sofortigen Wiederaufbau nach dem Krieg gab es viele betriebliche Aufgaben zu lösen, die eine zielgerichtete Forschung zunächst nicht ermöglichten.

 

Erst in den 50er Jahren begann man zunehmend die vorhandenen Dampferzeuger für Verbrennungsversuche [34, 35] zu nutzen.

 

Der Umbau des Sektional-Kessels (Bild 3) durch Erhöhung des Feuerraumes mit Einbau von Strahlungsheizflächen und einer Rückführdecke führte zu einer Leistungssteigerung von 8 auf 12 … 13 t/h [4, 5] und war Ausgangspunkt, bei künftig zu rekonstruierenden Dampferzeugern die Wanderrostfläche durch Verkürzung des Zündgewölbes wirksamer zu machen.

 

Eigens für die Verbrennung salzhaltiger Rohbraunkohle wurde ein 5 t/h-Versuchsdampferzeuger entwickelt, gebaut und 1963 in Betrieb genommen. Zu dieser Problematik gibt es eine Reihe gesonderter Veröffentlichungen [2, 3, 8, 10, 11, 15, 21, 22, 23, 24, 26, 29, 30].

 

Weitere interessante Kurzzeitbrennversuche erfolgten 1980 mit aufbereitetem Haushaltmüll aus fernbeheizten Wohnungen als Zusatzbrennstoff für Braunkohlenbriketts [18] am La-Mont-Dampferzeuger.

 

Das letzte am 5 t/h-Versuchsdampferzeuger durchgeführte Forschungsvorhaben (1980) diente der Auslegung von Kohlenstaubzündbrennern zur Heizölsubstitution für Zünd- und Stützfeuerzwecke.

 

Auch die vorhandenen Nebenanlagen wurden in die Forschung einbezogen, so der zweistufige Horizontal-Elektrofilter [11] und der Gegenstrom-Ventilatorkühlturm [32].

 

Versuche zur Entgasung des Kesselspeisewassers [16] und zur Abscheidung von in Nassdampf enthaltenen Wassertröpfchen [37] sowie zur Messung der Belagbildung aus siedendem Wasser [25, 33] ergänzen das Spektrum der Untersuchungen.

 

In den letzten Jahren wird zunehmend der im Heizkraftwerk erzeugte Heißdampf neben der nach wie vor bestehenden betrieblichen Wärmeversorgung zum Betrieb extern entstandener Versuchsanlagen bereitgestellt (Bild 6).

 

So steht seit 1982 mit dem Fernwärmeversuchsstand im Mollier-Bau [27] eine Anlage für die Forschung zur Verfügung, an deren Basisanlage mit geringem Aufwand unmittelbar periphäre Versuchsstände angeschlossen werden können. Hier wird das unter idealen Verhältnissen weitestgehend erforschte klassische Arbeitsmittel Wasser unter realen, durch die Anlagentechnik bestimmten Bedingungen weiter experimentell untersucht.

 

Für die Forschung zur thermo- und fluiddynamischen Belastung des Sicherheitseinschlusses eines Kernkraftwerkes während eines Kühlmittelverluststörfalles wurde 1986 in unmittelbarer Nähe zum HKW ein in Stahlzellenverbundtechnologie errichteter Druckraum installiert.

 

Ein Prüfstand für Langzeituntersuchungen zur Entwicklung der Erosionskorrosion an Bauteilen von Kraftwerksturbinen [31] entstand ebenfalls 1986 und erhält Dampf vom HKW als Betriebsmedium.

 

 

5. Zusammenfassung und Ausblick

 

Das Heizkraftwerk besteht nunmehr fast 85 Jahre, wurde im Laufe der Zeit mehrfach umgebaut und im Zuge des Anwachsens der Universität mit neuen Einrichtungen versehen. Die militärisch sinnlosen anglo-amerikanischen Luftangriffe auf Dresden im Februar 1945 beschädigten auch das Gebäude des HKW. Die sofortige Wiederinbetriebnahme nach der Zerstörung sicherte zunächst die Wärme- und Stromversorgung.

 

Mit der Erweiterung der Universität durch großzügige Neubauten erhöhten sich die Anforderungen an das HKW. Das Fehlen eines Anschlussgleises für den Brennstofftransport ließ eine Erweiterung nicht ratsam erscheinen.

 

1958 begann der Anschluss der ersten Gebäude der Technischen Universität Dresden an das städtische Fernheiznetz. Damit ergaben sich zwangsläufig für die Zukunft des HKW neue Perspektiven. Das Werk wurde 1961 vom Institut für Wärmetechnik und Wärmewirtschaft übernommen und mit dem Bau und dem Betrieb des Salzkohleversuchsdampferzeugers konnten wärmetechnische Forschungsaufgaben in Zusammenarbeit mit der Industrie gelöst werden.

 

Seit 1968 ist das HKW Bestandteil der Sektion Energieumwandlung. Zur Absicherung des technischen Betriebsablaufes bedurfte es eines großen Instandhaltungsaufwandes. Ein Teil der Anlagen wurde demontiert, verschrottet, teilweise erneuert (u a. Becherkettenförderer, Speiseeinrichtungen) und erste Lebensdaueruntersuchungen an hochbeanspruchten Bauteilen durchgeführt.

 

Die gegenwärtig laufende Rekonstruktion sieht den Bau und die Inbetriebnahme eines neuen Dampferzeugers mit Rauchgasentschwefelungsanlage vor, der die vorhandenen Kessel ablösen und die Wärmeversorgung sowie den Betrieb der in letzter Zeit entstandenen externen Versuchsanlagen künftig gewährleisten soll. Eine Nutzung des Kessels für Lehre und Forschung ist vorgesehen.

 

Zeittafel

1900

Baubeginn

1905

Feierliche Einweihung

Erfolgreiche Durchführung der Wärme-Kraft-Kopplung gleich zu Beginn der Inbetriebnahme (Vorbild für die Entwicklung der Heizkraftwerke Europas!)

1945

Zerstörung (30 %) durch anglo-amerikanische Luftangriffe (13. Februar) und Wiederaufbau

1954

bis 1955: Durch Erhöhung des Feuerraumes und Einbau von Strahlungsflächen bei weitestgehender Abschirmung des Rostes durch eine Rückführdecke Leistungssteigerung von Wanderrostkesseln (am Beispiel des Sektional-Teilkammerkessels)

1956

Versuche zur Verbrennung von Braunkohlenbriketts, Schwelkoks und eines Koksgrus-Schwelkoks-Gemisches am Sektional-Teilkammerkessel

1957

Versuche zur Verbrennung von Rohbraunkohle durch zusätzliche Aufgabevorrichtungen auf einem Wanderrost und eines Koksgrus-Schwelkoks-Gemisches am Sektional-Teilkammerkessel

1961

und Folgejahre: Durchführung von Studienarbeiten (Belege, Diplomarbeiten) an Kessel- und Nebenanlagen

1962

Versuche zur Verbrennung sowjetischen Anthrazits am La-Mont-Kessel

1963

Versuche zur Verbrennung von Schwelkoks,

bis 1965: Untersuchungen zum Sauerstoffgehalt des Speisewassers beim Entgasungsprozess,
bis 1966: Versuche zur Verbrennung salzhaltiger Rohbraunkohle nach dem „Dresdner Prinzip“ am 5 t/h-Versuchsdampferzeuger

1964

bis 1966: Erprobung verschiedener Kühlturmeinbauten und Tropfenabscheidersysteme am Ventilatorkühlturm

1966

bis 1967: Versuche zur elektrischen Abscheidung von Flugasche aus Rauchgasen von salzkohlegefeuerten Staubkesseln mit trockenem Ascheabzug am Horizontal-Elektrofilter

1967

bis heute: Praktikum Dampfturbine als Teil der Lehrveranstaltung Maschinenuntersuchungen (externe Anlage im Mollier-Bau)

1969

Kaltversuche am Ventilatorkühlturm zur Feststellung der Sprüh- und Spritzverluste in Abhängigkeit von Luftdurchsatz und Regendichte

1971

Versuche zur Abscheidung von Wassertröpfchen aus Naßdampfströmungen durch Umlenkgitter am 5 t/h-Versuchsdampferzeuger,

Strömungstechnische Untersuchungen am Ventilatorkühlturm zur Erprobung eines Geschwindigkeits- und Druckmeßsystems

1972

bis 1975: Kraftwerkstechnisches Praktikum an der Kondensationsturbine

1978

(9. Oktober): Feierliche Inbetriebnahme des 1. Ausbildungs- und Forschungsreaktors (AKR) einer Hochschule der DDR in der ehemaligen Maschinenhalle

1980

Versuche am 5 t/h-Versuchsdampferzeuger  zur Auslegung von Kohlenstaubzündbrennern für Großdampferzeuger (Heizölsubstitution!),

Kurzzeitbrennversuche am La-Mont-Kessel mit aufbereitetem Müll aus fernbeheizten Wohnungen als Zusatzbrennstoff

1982

Inbetriebnahme des Fernwärmeversuchsstandes als externe Versuchsanlage (Mollier-Bau)

1986

Inbetriebnahme des in Stahlzellenverbundtechnologie errichteten Druckraumes als externe Versuchanlage,

Inbetriebnahme des Erosionskorrosionsprüfstandes als externe Versuchanlage,

bis 1987: Versuche zur Messung der Belagbildung aus siedendem Wasser

Literatur


[1] Adam, E.; Knorr, J.; Köhler, D.; Wengors, H.; Gestrich, J.; Wetzel, L.: Der Ausbildungs- und Forschungsreaktor der Technischen Universität Dresden. – In: Kernenergie. -  Berlin: 22 (1979) 9. - S. 320-326

[2] Boie, W.: Die Verwendung  von Salzkohle. – In: Wiss. Z. TU Dresden 4 (1954/55) 6. – S. 983-986

[3] Boie, W.: Die Verwendung  von Salzkohle. – In: Energietechnik. – Leipzig  6 (1956) 2. – S. 64-66

[4] Boie, W.: Neue Erkenntnisse bei der Gestaltung von Feuerräumen. – In: Freiberger Forschungshefte A 68 (1957) – S. 5-29

[5] Boie, W.: Die Aufgaben der Wissenschaft auf dem Gebiet der Dampferzeugung. – In: Abhandlungen der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin. – Berlin: Akademie-Verlag, 1957. – 16 S.

[6] Boie, W.: Das Institut für Wärmetechnik und Wärmewirtschaft der TH Dresden. – In: Energietechnik. – Leipzig 9 (1959) 10. – S.     467-468

[7] Boie, W.; Dittrich, F.: Wärmeversorgungsanlagen der Technischen Hochschule Dresden. – In: Abhandlungen der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin. – Berlin: Akademie-Verlag, 1960. – S. 19-70

[8] Boie, W.: Die Grundlagen der Verbrennung von Salzkohle in Staubfeuerungen mit trockenem Ascheabzug. – In: Energietechnik. – Leipzig: 15 (1965) 2. –  S. 51-54

[9] Die Neubauten der Mechanischen Abteilung der Königl. Sächsischen Technischen Hochschule zu Dresden. – In:  Z. VDI. – Berlin 49 (1905) 21. S. 839-879

[10] Effenberger, H.: Aufbau und Betriebsweise des 5 t/h-Salzkohlekessels der TU Dresden. – In: Energietechnik. – Leipzig 15 (1965) 2. – S. 58-66

[11] Elektrische Abscheidung von Flugasche aus Rauchgas von salzkohlegefeuerten Staubkesseln mit trocknem Ascheabzug (Dresdner Prinzip): Versuchbericht / VEB Projektierungs-, Konstruktions- und Montagebüro Kohleverarbeitung. – Leipzig, 1967. – 18 S.

[12]Gens, A.: Wärmetechnische Untersuchungen im HKW der TH.. – 1956. –  46 S. – Dresden, Technische  Hochschule, Institut für Wärmetechnik und Wärmewirtschaft, Großer Beleg

[13] Geschichte der Technischen Universität Dresden 1828 bis 1978 / Autorenkollektiv. – Berlin: VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften, 1978. –  468 S.

[14] Hildebrand: Entstaubungs- und Entaschungsanlagen. – Komplexreferat auf der Fachtagung ballastreicher Brennstoffe v. 1.-3.12.1964 in Görlitz. Rez.: H.-G. Lewandowski. – In: Energietechnik. – Leipzig 15 (1965) 5. – S. 236

[15] Kanter, J.; Winkelmann, D.: Stand und Aussichten der Entwicklung von Salzkohledampferzeugern. – In: Mitt. aus dem KAB. – Berlin 6 (1966) 2. – S. 1-16

[16] Kakuschke,  P.: Untersuchungen am Speisewasserentgaser. – 1963. – 52 S. – Dresden, Technische Universität Dresden, Institut für  Wärmetechnik und Wärmewirtschaft, Diplomarbeit

[17] Koppe, K.: Das Heizkraftwerk der Technischen Universität Dresden. – In: Wiss. Z. TU Dresden 29 (1980) 6. – S. 1331-1336

[18] Kurzzeitbrennversuche am 10 t/h-La-Mont-Kessel mit Wanderrost bei Verwendung von Zusatzbrennstoff Müll: Versuchbericht /   Institut für Kommunalwirtschaft  und Energiekombinat. – Dresden, 1980. – 5 S.

[19] Lepenies, S.: Die Bedeutung des Kraftwerkstechnischen Praktikums in der Erziehung und Ausbildung der Studenten der  Fachrichtung Energieanlagentechnik und seine didaktische Konzeption. – 1975. – 29 S. – Dresden, Technische Universität,   Sektion Berufspädagogik, Hochschulpädagogische Abschlussarbeit

[20] Lepenies, S.: Prof. (em.) Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Werner Boie zum 75. Geburtstag. – In: Wiss. Z. TU Dresden 25 (1976) 4. – S. 833-836

[21] Lewandowski, H.-G.: Die Messung elektrostatischer Aufladungen in Rauchgasen. – In: Freiberger Forschungshefte A 124 (1959) – S. 33-39

[22] Lewandowski, H.-G.: Vergleichende Untersuchungen von Lochauer und Egelner Salzkohle. – In: Wiss. Z. TU Dresden 15 (1966) 2. – S. 265-272

[23] Lewandowski, H.-G.: Zur Beurteilung des Ansatzverhaltens von Braunkohleaschen. – 1969. –   6 . – Dresden, Technische Universität, Fakultät Maschinenwesen, Diss. A

[24] Lewandowski, H.-G.: Beurteilung des Ansatzverhaltens von Braunkohleasche. – In: Mitt. aus dem KAB. – Berlin 17 (1977). – S. 28-36

[25] Liehm, S.: Versuche zur Messung der Belagbildung aus siedendem Wasser. – 1987. – 44 S. – Technische Universität, Sektion Energieumwandlung. Diplomarbeit

[26] Lorenz, L.: Konstruktionsmerkmale des 5-t/h-Salzkohle-Versuchsdampferzeugers der TU Dresden. – In: Energietechnik. – Leipzig, 15 (1965) 2. –  S. 54-58

[27] Munser, H.; Gläser, G.; Rasim, W.; Kaulfuß, G.; Kluge, H.: Der Fernwärmeversuchsstand der Sektion Energieumwandlung, eine multivalent nutzbare Energieanlage. – In: Wiss. Z. TU Dresden 33 (1984) 4. – S. 91-95

[28] Raßek, J.: Der Zusammenhang zwischen den Betriebsverhalten des Kondensators und dem Umwandlungswirkungsgrad einer Dampfturbine. – 1969. – 60 S. – Dresden, Technische Universität, Institut für Wärmetechnik und Wärmewirtschaft, Großer Beleg

[29] Schneider, W.: Das Emissionsverhalten von Dampferzeugern mit Feuerungen nach dem „Dresdner Prinzip“. – In: Wiss. Z. TU Dresden 15 (1965) 2. – S. 257-264

[30] Schneider, W.: Untersuchungen über die Rauchgaszusammensetzung bei der Verbrennung von Salzkohle. – In: Energietechnik. – Leipzig 15 (1965) 2. – S. 66-72

[31] Sörgel, G.: Experimentelle Modelluntersuchungen zur Erosionskorrosion an naßdampfbeaufschlagten Turbinenbauteilen. Vortrag  XIX. KWT Kolloquium 27./28.10.1987 Dresden

[32] Strömungstechnische Untersuchungen für Verdunstungskühltürme: Versuchsbericht / Institut für Leichtbau. – Dresden, 1971. – 49 S.

[33] Strümke, K.: Sonde für Untersuchungen zur Belagbildung. – 1986. – 48 S. – Dresden, Technische Universität, Sektion Energieumwandlung, Großer Beleg

[34] Untersuchungen der Verbrennung von Braunkohlenbriketts, Schwelkoks und Koksgrus-Brikettabrieb-Gemisch auf Wanderrost: Versuchsbericht / VEB Feuerunsgbau. – Greiz, 1957. – 13 S.

[35] Untersuchung der Verbrennung von Rohbraunkohle durch zusätzliche Aufgabevorrichtung auf einem Wanderrost und einem Koksgrus-Schwelkoks-Gemisches : Versuchsbericht / VEB Feuerungsbau. – Greiz, 1957. – 10 S.

[36] Weidig, P.: Das Fernheiz- u. Elektrizitätswerk der Neubauten der Technischen Hochschule. – In: Verbandsmitteilungen der Vereinigung: Dresdner Bezirksverein Deutscher Ingenieure / Dresdner Elektrotechnischer Verein. – 15 (1920) 3. –  S. 27-31

[37] Zschernig, J.: Die Abscheidung von Naßdampftröpfchen aus der Naßdampfströmung durch Umlenkgitter. – 1973. – 74 S. – Dresden, Technische Universität, Fakultät Maschinenwesen, Diss. A


Manuskripteingang: 13.7.1988

Verfasser:

Dipl.-Ing. Klaus Koppe

Sektion Energieumwandlung der TU Dresden

 

 

 

Schlüsselwörter:      Heizkraftwerk – Forschung – Praktikum

 

Ҝлючеьые слоьа:   теплоэлектроцентральисследованияпрактика

 

Key terms:                heating power station – research –laboratory course
                              

 

 

Quelle : Wissenschaftliche Zeitschrift der Technische Universität Dresden 38 (1989) 3, S. 117- 123

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